Taekwondo ist eine uralte koreanische Kampfkunst, als auch ein relativ neues modernes
Kampfsystem. Es gibt Grabmalereien, die zeigen, daß schon vor über 2000 Jahren in Korea
Taekwondo übliche Techniken angewandt wurden. Der Genarmajor a.D. Choi Honh-Hi
systematisierte die alten Techniken neu und stellte sie 1955 unter dem Namen Taekwondo
vor. Er gilt somit mit Recht als der Erneuerer der Kampfkunst Koreas. Er entwickelte die
Hyongs (Formen), die heute noch viel in Deutschland gelehrt werden. Mehr und mehr setzen
sich aber die Poomse durch. Taekwondo ist eine waffenlose Kampfkunst. Es werden nur Tritte
und Schläge angewandt. Diese Kunst genoß unter den Adeligen und Kriegern in allen
Königreichen ein hohes Ansehen. So war es allen möglich, sich auch nach dem Verlust der
Waffe verteidigen zu können. Sehr bekannt sind auch die Ritter des Hwarangdo, da sie sich
auch vermehrt der Beschaulichkeit und der Kultur widmeten. Sie arbeiteten sehr am Do. Mit
der Zeit vermischte sich die koreanische Kampfkunst, Bedingt durch die Besatzungszeit,
immer mehr mit dem Japanischen Karate und dem Chinesischen Kung-Fu. Es blieben aber immer
noch Formen der alten waffenlosen Kunst erhalten. Erst Generalmajor a. D. Choi Hong-Hi
erweckte die alte Kampfkunst Taekwondo nun wieder und sorgte dafür, daß sie auf der
ganzen Welt bekannt wurde. 1965 kam er nach München und brachte Taekwondo auf diesem Weg
auch nach Deutschland, wo sie auch heute noch sehr verbreitete ist. Von 1961 bis 1981 war
Taekwondo eine Sektion des Deutschen Judo Bundes (DJB). 1981 wurde dann die Deutsche
Taekwondo-Union (DTU)ins Leben gerufen. Sie untersteht dem Deutschen Sportbund, sowie der
Europäischen Taekwondo Union (ETU) und der World Taekwondo Federation (WTF).